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•Freitag, 10. Juli 2009 • Kommentar schreiben
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Lange habe ich keinen so feinen und ansprechenden Film mehr gesehen, einen der so nah am erlebten Leben ist und dennoch über Probleme und Missstände spricht, die größer sind als das Schicksal einer kleinen Familie auf weiter Flur.

Der Film zeigt den Wandel einer lebensbejahenden, natürlich unbeschwerten und selten gewordenen „intakten Familie“ (mit kleinen aber normalen Schwächen und Eigenarten) hin zu einer wahnsinnigen Zerstörung dieser Gemeinschaft, all ihrer Träume, Hoffnungen und Freiheiten. Verbissen und erfolglos versuchen die Protagonisten sich gegen die Invasion in ihre selbstgewählte Enklave zu wehren, nutzlos ist der Versuch Lärm, Dreck und Psychoterror der Autos aus ihrem Leben zu halten, dass sie bis jüngst an einem unfertigen Autobahnabschnitt führen durften.

Sicherlich kann man behaupten, dass es dem sonst so fürsorglichen Vater an Weitsichtigkeit gefehlt hätte, das Ende sei doch vorhersehbar gewesen, auch ist der innere Zerfall schon früh an den Charakteren und Eigenarten der beiden Töchter zu erkennen, die trotz aller Friedlichkeit keine so recht gesund wirkende Entwicklung an den Tag legen. Das eremitische und nach innen gerichtete Familiendasein spiegelt damit auch von Anfang an die Verlorenheit dieses „alten“ Konzepts einer eigentlichen Familie wieder, wie wir sie heute kaum noch irgendwo in Deutschland oder Schweiz vorfinden dürften, ja wie sie auch kaum noch geduldet wird. Schließlich zählen Erfolg, Unabhängigkeit und Mobilität mehr, versteckt hinter Spießertum, falscher Prüderie und sinnbefreiter Aufgeklärtheit. Diese Gegensätze tauchen alle in den Charakteren des Films auf, direkt oder indirekt.

Die nun doch eröffnete Autobahn, die wie ein Messer Leben und Gewohnheiten der Familie zerschneidet, steht nicht für den Fortschritt an sich, sondern für unreflektierten Massenwahn, das Produkt einer irrsinnig gewordenen Globalisierung, das kleine Oasen von Natürlichkeit auch zerstört, wenn es sie nicht direkt plattwalzt, schlichtweg für die Ignoranz vor dem Leben an sich.

So endet der Film auch folgerichtig wie das Leben selbst: in Kapitulation und Flucht ins Nirgendwo.

Der Film zeigt unverhohlen was mit Menschen geschieht, die nicht bereit sind sich den Trends, Entwicklungen und Zwängen der geleiteten Masse anzupassen, ja vielleicht aus ihrem Naturell heraus nicht in der Lage sind dies zu tun – sie werden beiseite geschoben und ihre Existenz hat keine Bedeutung. Der Mut sich ein spezielles Leben zu wählen, Witz und Einfallsreichtumg zu zeigen um mit der schwierigen Situation umzugehen, wird letztendlich bestraft und nicht belohnt. Und das nicht von einzelnen schuldfähigen Individuen, sondern von der charakterlosen Masse, die sich wie eine Herde Schafe leiten lässt, vom System, vom Fortschritt, vom Wohlstand selbst.

Die ganze Machtlosigkeit des Individuums, ja selbst kleiner archaischer Gesellschaften, wird hier sichtbar, egal ob es darum geht sich selbst, oder die geliebten Menschen in der Nähe zu retten.

Ein Film, der wie kein anderer das ganze unlösbare Dilemma der modernen kapitalistischen westlichen Wohlstandsgesellschaften zeigt, ohne auch nur einmal das eigentliche Thema zur Sprache zu bringen. Es sind die Folgen die hier gezeigt werden, auf sozialer, psychologischer und ideeller Ebene.

Das Lachen aus der ersten Hälfte bleibt einem gegen Ende im Halse stecken und man fühlt sich allein. Sehr allein. Und missbraucht. Wohin soll man noch gehen, wenn sie einem das Postkartenbild weggenommen haben und man selbst aus der Einöde vertrieben wird?

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Schweiz 2008
Regie: Ursula Meier
Drehbuch:
Genre: Drama
Wertung: 8 von 10

Transformers 2

•Sonntag, 28. Juni 2009 • Kommentar schreiben

Transformers: The Revenge of the Fallen

Transformers: The Revenge of the Fallen

One big can full of junk, shining chrome and worrying undertones.
First of all it was excruciating to stay alert throught the the sheer length and fireworks of effects. Michael Bay opened fire on every single nerve of the audience and at least that’s what he did very well. What actually gives me the cramps is the weird and worrying mix of themes – was this movie intended to be a slapstick comedy, action movie, war flick or probably just a visualization of a (male) pubescent youngster?

The Good
As we all expected, the CGI effects are a dream. Although most of the time the pace is lightspeed at least and it is hard to actually see any details when the superbly animated robots bash each other through cities, deserts or woods, it is a definitely a fest for the viewer’s eyes and ears. I will have to buy the DVD just to see several scenes again in slow-motion. Velocity, moves, sounds, colors, lights, camera, everything is like taking a rollercoaster on speed -  and that’s what we wanted to see. Unfortunately, that’s all that you can enjoy here (unless you are a 14 year old drooling male unconcerned by politics or human dignity).

The Bad
Oh my…where shall I start? The plot is clear…autobots vs. decepticons. We learn a little bit about their history and race, although all of it is hilarious fantasy stuff that only a six-year old will gladly accept. Who cares…the movie recreates those days when we all were six-year old boys playing with transformer models. Still, a few new ideas would have been welcome, this was just a rip-off from older movies and themes that have been used too often by now. I could see everything here from Gremlins to Stargate.

The actual story is really plain…they come back to attack. And sure…there is a key that unlocks all secrets (repels the attack) if held by the right person…umh….ok. The twists and turns of the story are rather dull and there are no surprises to be found here. Every boss of the evil robots answers to another superior until we finally meet the Fallen, the very most evil of all decepticons (who is actually a coward, letting others fight his fights, and can’t stand against revived and enhanced Megtatron for a single minute). Whatever, we have seen far worse and I can take the story as it fits the style of the funny toys from my childhood.

The Ugly
What I hated the most about this movie is the plain racist and sexist undertone shown here. The very first scene of Megan Fox posing on a bike like a pinup was a clear statement about the target audience and the image of women created in this movie. All girls at college are sexy blondes wearing hot clothes and waiting to be laid…yeah sure.

The shot of Megan wearing a burqa in the arabian desert while „hiding“ (yeah – hiding with 12m tall brightly colored robots behind you) was pure exploitation and a clear offense to the traditions and beliefs of some arab societies. Depicting the egyptian officer as a dwarf and imbecile in the following scenes showed even more how much the authors care about the values and rights of arab people and women in general. Again, the american military is depicted as omipotent and above all laws, entering foreign countries to wage their war to save the world from evil. A movie full of faecal and slapstick humor, old stereotypes, harsh violence (it’s no violence if it bleeds oil, when the heart is being ripped out, yeah yeah) and the most outrageous display of disrespect for arabs, muslims and women.

Transformers: Revenge of the Fallen
USA 2009
Director: Michael Bay
Writers: Ehren Kruger, Roberto Orci, Alex Kurtzman
Genre: Action
Score: 4 von 10

Against The Dark

•Samstag, 20. Juni 2009 • Kommentar schreiben
Against The Dark

Against The Dark

Am Besten sage ich es gleich und gerade heraus: Das ist mit Sicherheit einer der allerschlechtesten Filme aus 2009 und der letzten Jahre, das Übelste das mit dem Namen Steven Seagal in Verbindung gebracht wird und einfach unerträgliche Zeitverschwendung. Unfassbar welche uninspirierten Anfänger in Hollywood ungestraft Geld verprassen dürfen.

Das Gute
Es gibt nichts Gutes an diesem Film. Nicht Drehbuch und Plot, nicht Musik (hatte er überhaupt Musik?), Kameraführung oder die Schauspieler konnten auch nur ansatzweise überzeugen bzw. unterhalten. Traurig aber wahr.

Das Schlechte
Der Film ist von der ersten Sekunden an in tiefster Dunkelheit gedreht, das soll ihn bedrohlicher machen, der einzige Effekt aber ist, dass man permanent vergeblich versucht zu erkennen was da eigentlich vor sich geht. Ein weiterer Grund für den Lichtmangel war der offensichtliche Versuch die furchtbar schlecht choreografierten und durchgeführten Kampfszenen weitgehend zu kaschieren, bei denen unbewegliche Darsteller, eine einfallslose Kameraführung, schwache Spezialeffekte und vor allem brutale und stümperhafte Schnitte dem Zuschauer jegliche Unterhaltung verweigern. In einzelnen Szenen werden die Einstellungen so abgehackt aneinandergeschnitten und bei diesem Streifen hat das nichts mit Zensur zu tun, sondern einfach mit Unfähigkeit des Regisseurs und des Cutters.

Das Hässliche
Die Schauspieler sind durch die Bank vollkommen untalentiert und uncharismatisch. Steven Seagal tritt als wortkarger Hüne (und das ist jetzt echt positiv ausgedrückt, man macht sich Sorgen um seinen Gesundheitszustand wenn man ihn so sieht) auf, der mit seinem seltsamen Haufen Kämpfer durch den Film marschiert und Zombies (überwiegend) mit Messern und Schwertern hinmetzelt. Natürlich nicht weil das klug ist, sondern angeblich „cooler“ und dabei mehr Blut in die Umwelt verteilt. Diese sinnfreie und instrumentalisierende Grundattitüde ist auch das Unerträglichste an diesem Film. Er könnte unter Umständen als der Film mit den meisten haarsträubenden Logikfehlern, unsinnigen Szenen und Aktionen und schlechtesten Darstellungen altbekannter Handlungen in die Geschichte eingehen. Selbst die Dialoge sind überwiegend nur dazu da, den Film in die Länge zu ziehen, wenn man aktiv zuhört regt man sich nur noch mehr auf.

Fazit
Der Film basiert auf einem der wohl kürzesten Drehbücher der Geschicht, denn er hat definitiv kaum Handlung, alles wiederholt sich unzählige Male, es gibt kaum Dialoge – nur Geschwafel und Zombie-Gegrunze. Ich rate dringend davon ab seine Zeit mit diesem Machwerk zu verschwenden, man ist hinterher nur frustriert. Steven Seagal hat sich hiermit keinen Gefallen getan, das muss ein wahrer Freund sein, dem er seine Teilnahme und Unterstützung als Gefälligkeit zuteil kommen ließ. Seine Karriere ist schon lange auf einem Tiefpunkt, mit dieser furchtbaren Produktion und langweiligen Nebenrolle dürfte er sich selbst hartgesottene Fans vergrätzt haben.

Aigainst The Dark
USA 2009
Regie: Richard Crudo
Drehbuch: Mathew Klickstein
Genre: Horror/Action
Wertung: 1 von 10

Terminator – Die Erlösung

•Mittwoch, 10. Juni 2009 • Kommentar schreiben
Teminator - Die Erlösung

Teminator - Die Erlösung

So viele Jahre mussten wir warten bis wir endlich wieder den stählernen Monstern von Skynet gegenüberstehen dürfen – und dann ist es so eine Pleite…

Das Gute
Regisseur McG (so können sich auch nur Amis freiwillig nennen) präsentiert uns einen schnörkellosen und geradlinigen Kriegsfilm im Jahr 2018, in dem es nur so kracht, ballert, explodiert und brennt. Auf der einen Seite die Kämpfer des Widerstands, die in Hubschraubern und leicht bewaffnet Sabotageangriffe ausführen, auf der anderen Seite die unterschiedlichsten Ausführungen tödlicher Kampfroboter, zu Lande, zu Wasser und in der Luft. Es vergeht nicht viel Zeit im Film in der nicht geschossen, gerannt oder rumgebrüllt wird, alles in allem eine Art Endzeit-Kriegsszenario bei dem ordentlich Material geschrottet wird.

Das Schlechte
Da sind wir schon, denn mehr Gutes kann ich über den Film auch nicht sagen. Abgesehen vom überaus einfallslosen Drehbuch fällt auf, dass die ganze Baller-Action die überwiegende Unfähigkeit der Darsteller überspielen soll glaubwürdige, interessante und wiedererkennbare Figuren darzustellen. Der vielfach überlobte Christian Bale schreit einfach ein bischen herum, bleibt äußerst undurchsichtig in seinen Motiven und ansonsten ziemlich blass. Ich würde so einem Mann nicht gehorchen, wenn er den Angriffsbefehl auf den Feind urplötzlich und ohne Erklärung in Frage stellt. Die meisten Darsteller um ihn herum werden erst gar nicht näher beschrieben, sein Vater hat in seiner hilflosen Art überhaupt nichts mehr mit dem Kyle Reese aus dem ersten Teil gemeinsam. Michael Ironside steht wie angebunden an sein Kommandomikro in einem langen Mantel im HQ-Uboot herum und bleibt auf ein paar kurze und langweilige, am Ende lächerliche Dialoge mit Connor beschränkt. Was für eine Verschwendung. Es lässt einen auch kalt, dass natürlich auch dieses Uboot später entdeckt und zerstört wird.

Die einzige halbwegs charismatische Rolle im Film hat dann tatsächlich der mysteriöse Marcus, der sich als Cyborg entpuppt, ein Terminator mit menschlichem Herz und Gehirn. Er alleine hat eine Geschichte, eine Entwicklung und handelt motiviert und nachvollziehbar. Leider wird nicht besonders glaubwürdig dargestellt, dass er seine Herkunft und Fähigkeiten nicht kennt, und seine Kräfte verändern sich auch von normal menschlich bis plötzlich übermächtig als er sich dann dem T-800 stellt und diesen durch die Luft schleudert - der übrigens - wir hatten es befürchtet – eine digitale Wiederbelebung von Arnold ist. Na ja, über Motorrad-, Riesen- und Schlangen-Terminatoren lasse ich mich mal nicht näher aus, diese sind teilweise nett anzusehen, grundsätzlich jedoch schwachsinnig und weitgehend abgekupfert und geklaut. Offenbar muss in jedem Terminator-Film auch unbedingt eine Action-Szene mit gigantischem Truck gegen Motorräder vorkommen, als ob ständige Wiederholung nicht langweilig würde.

Das Hässliche
So, was kann man grobfahrlässigen Logik- und Regiefehlern noch hinzufügen? Genau: ein Film der keinerlei Spannung aufbaut, nie überrascht und nicht mal ansatzweise versucht die Figuren mit Leben zu füllen, ist kein richtiger Film, sondern eben nur ein besseres Musikvideo ohne Musik. Am traurigsten ist, dass die Terminatoren nicht mal einen Hauch von Bösartigkeit, Furcht oder Respekt versprühen. Sie sind nur oberflächliche Metallkonstrukte, die es zu zerstören gilt. Langeweile pur, teilweise regt man sich innerlich auf. Ausserdem kommen einfach viel zu wenige vor, die Story will glauben machen, dass Skynet die ganze Erde beherrscht, und dann begegnen uns ein paar Hunter-Killer, gerade mal 2 Terminatoren, und dann diese unsäglichen Transformer-Verschnitte. Mag sein, dass 2018 erst der Auftakt ist und die Maschinen erst noch so richtig loslegen, aber das war einfach alles ein bischen zu blutleer und lahm. Hauptsache es glühen ein paar Atompilze im Hintergrund, man meint, die Macher selbst sind einer Zeitmaschine entstiegen, und kommen aus dem Jahr 1984.

Fazit
Netter Versuch eines nicht allzu talentierten Regisseurs, Effekte im Dauerfeuer, die man alle schon mal gesehen hat (nein, es gibt keine Ahs! und Ohs! in diesem Film), alles geradlinig abgenudelt und zurück bleibt ein Gefühl von „Hätten sie es doch dabei belassen“. Ob ich mich in 25 Jahren noch an diesen Streifen erinnern werde, so wie an das Original – ich bezweifle es sehr. Fast möchte man meinen, der Untertitel spielt auf das Gefühl an, das man hat wenn der Film endlich vorüber ist. Vielleicht wäre die sinngemäßere Übersetzung doch besser gewesen? Und da wundert sich die Filmindustrie dass man Filme nicht mehr für bald 10,- € konsumieren möchte, wenn sie doch eigentlich nur noch den Reiz eines beliebigen youtube Videos erreichen.

Midgard – Das Brettspiel

•Dienstag, 2. Oktober 2007 • Kommentar schreiben

Midgard CoverEs ist soweit! Das Midgard Fantasy-Brettspiel wird ab dem 18. Oktober 2007 auf der SPIEL 07 in Essen in den Handel kommen.

Am Messestand des Verlages Phantastische Spielewelten (http://www.phantastische-spielewelten.de/) kann das Spiel an drei Tischen unter Anleitung des Entwicklerteams ausprobiert werden.
Wer Interesse hat sollte sich früh melden, die Plätze sind erfahrungsgemäß innerhalb kürzester Zeit belegt.

Auch der Author des Spiels, Lutz Stepponat, wird natürlich anwesend sein, Fragen beantworten, Autogramme geben, usw., ein Besuch lohnt sich also in jedem Fall.

Neu bei Phantastische Spielewelten:
MIDGARD -das Brettspiel- ab 18. Oktober 2007
Internationale Spieltage Spiel 07 in Essen Halle 9 Stand 116

Und so begann der Krieg gegen die Maschinen…

•Dienstag, 14. August 2007 • Kommentar schreiben

Auch wenn ich ein begeisterter Fan von Science Fiction, Technik und Zukunftsvisionen bin, dabei jedoch immer versuche einen kritischen Abstand zu Jubelmeldungen über wissenschaftliche und technische Durchbrüche zu halten, muss ich sagen, dass die Entwicklungen in der Militärtechnik weltweit in Bezug auf automatisierte Tötungsmaschinen langsam aber sicher bedenkliche Ausmaße annimmt.

Krieg der Roboter – Bericht im Spiegel
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,499426,00.html

Zwar gab es in den vergangen Jahren schon diverse interessante und zeitweise auch lächerliche Meldungen von Maschinen, die Menschen das Kriegshandwerk direkt abnehmen sollten, jedoch war hier die Kontrolle durch Menschen immer Grundbedingung. Die verschiedenen Drohnen und Konstrukte waren quasi verlängerte Arme der Soldaten, die keine eigenen Entscheidungen treffen konnten. Natürlich besteht auch bei einer bewaffneten Predator Drohne ein gewisses Risiko, dass z.B. durch eine Fehlfunktion Zivilisten bzw. „falsche Ziele“ zu Schaden kommen. Bei den neuesten Entwicklungen verschiedener Streitkräfte, die bereits im Feld eingesetzt und getestet werden, sieht das schon anders aus. Hier ist zumindest schon eingeplant, die jeweiligen Roboter in naher Zukunft mit einer Art künstlicher Intelligenz auszustatten und sie, abgesehen von einer vorprogrammierten Mission, autark agieren zu lassen. Das bedeutet im konkreten Beispiel, dass ein solcher Roboter ohne Rücksprache mit einer Einsatzzentrale entscheidet, ob er das Feuer auf ein Ziel eröffnet oder nicht.

Links zu Beschreibungen einiger UAVs und Roboter sind hier aufgeführt:

MQ-1 Predator Drohne (USA/many other countries)
http://www.af.mil/factsheets/factsheet.asp?fsID=122
http://en.wikipedia.org/wiki/MQ-1_Predator

MQ-9 Reaper Kampfdrohne (USA/UK)

http://en.wikipedia.org/wiki/MQ-9_Reaper
http://www.defense-update.com/products/p/predatorB.htm

IAI Heron / Machatz-1 (Israel)
http://en.wikipedia.org/wiki/IAI_Heron

TIHA (Türkei)
http://en.wikipedia.org/wiki/TIHA

RQ-4 Global Hawk
http://en.wikipedia.org/wiki/RQ-4_Global_Hawk
http://www.af.mil/factsheets/factsheet.asp?fsID=175

USAF Hunter-Killer
http://en.wikipedia.org/wiki/USAF_Hunter-Killer

Komplette Übersicht der UAVs
http://www.vectorsite.net/twuav.html

Samsung-TechWin Objektschutz Roboter
http://www.golem.de/0701/50167.html
Video: http://robots.pandemonium.de/2006/11/15/samsungs-sentry-robot/
Mit diesem Roboter soll eventuell noch 2007 die Grenze zur demilitarisierten Zone von Südkorea zu Nordkorea ausgerüstet werden.

Rafael See-Shoot System (Israel)
http://www.heise.de/newsticker/meldung/90673/from/rss09

Swords (USA)
http://www.defensereview.com/modules.php?name=News&file=article&sid=704
http://www.defenselink.mil/transformation/articles/2004-12/ta120604c.html
Video: http://www.youtube.com/watch?v=e26Gnc3E0yg

Die Swords Roboter, bei denen auf den fahrbaren Talon-Roboter, der zur Bombenentschärfung eingestetzt wird, Sensoren, Kameras und zwei M249 Maschinengewehre bzw. eine Panzerabwehrrakete installiert werden, sind nun laut Pressemeldungen (spiegel.de) im Irak zum Einsatz. Sie werden dort unter strenger Geheimhaltung unter realen Kampfbedingungen getestet.

Entwickung weltweit
Wie man der Presse unschwer entnehmen kann entwickeln alle größeren Wirtschaftsnationen UAVs und „Kampfroboter“. Da sind die USA nur noch die Speerspitze mit dem weitaus größten Budget, auch westeuropäische Länder wie Frankreich, Deutschland und Italien investieren in die unbemannten Kriegsgeräte der Zukunft. Der Einsatz selbstständiger Kampfroboter ist nur noch eine Frage der Zeit und nicht mehr eine Frage der technischen Machbarkeit. Sicher ist die Entwicklung einer Steuersoftware aufwändig und nicht unproblematisch, aber sie ist das erklärte Ziel der Industrienationen und allein schon aus wirtschaftlicher Sicht unumgänglich. Kleine High-Tech Armeen mit starker Unterstützung durch autarke oder semi-autarke Waffensysteme werden in Zukunft die Verteidigung und militärischen Interessen wahrnehmen.

Nach den ethischen Problemen und den Gefahren beim Einsatz nicht direkt gesteuerter Waffensysteme wird kaum diskutiert. Die Militärs stellen gerne den Schutz eigener (menschlicher) Truppen in den Vordergrund. Dagegen stehen immense Entwicklungskosten, die die Kriegsführung nur vermeintlich billiger machen. Bis Roboter kostengünstiger eingesetzt werden können, als Soldaten, dürften noch viele Jahre vergehen. Gravierender sind da eher die Auswirkungen menschlicher Opfer in den eigenen Reihen für die Politiker. Einem verlorenen Roboter weint kein Wähler nach, den eigenen Landsleuten und Verwandten hingegen schon. Dass Roboter keine Fragen stellen, nicht schlafen und essen müssen, keine Moral und Angst kennen sowie vom Feind nicht gefoltert oder als Geisel eingesetzt werden können, liegt auf der Hand. Dass ein fehlendes Gewissen es allerdings auch möglich macht, dass Militärs ihre Stahlsoldaten für andere Zwecke als ihre eigentliche Missionserfüllung einsetzen, ist eine reale Gefahr. Bis zu 1 Drittel der amerikanischen Streitkräfte soll in den kommenden Jahren durch Roboter ersetzt werden. Mit einer solchen Armee ohne Loyalität und Gewissensbisse ließe sich von abtrünnigen Militärs problemlos großes Unheil anrichten – auch innerhalb der eigenen Staatsgrenzen.

Schon bei den UAVs stellte sich die Frage, ob die technisch bedingte zusätzliche Distanz des Angreifers zu seinem Opfer die Hemmschwelle zum Töten noch weiter reduzieren würde, bei autark handelnden Robotern stellt sich die Frage erst gar nicht mehr.

Sicher sind wir noch weit von einem „Terminator“-Szenario entfernt, in dem sich die Maschinen zusammenrotten und geschlossen einen Vernichtungskrieg gegen die Menschheit beginnen. Doch wer verhindert zukünftig folgenschwere Fehlfunktionen oder die Manipulation von innen wie von aussen? Vernetzte und ferngesteuerte Waffeneinheiten dürften für die gegnerische Seite sowie Terroristen ein lohnendes Ziel für elektronische Manipulationen (Hijackiing) sein. Roboter, die ohne Netzwerkverbindung agieren, sind dagegen umso unkalkulierbarer – fehlt hier dann doch jede Möglichkeit einen „Notschalter“ umzulegen. Geheimdienste können solche Geräte beliebig für geheime Operationen einsetzen, ohne jegliche Kontrollmöglichkeit und ohne Gefahr, dass irgendwann alles aufgedeckt wird, weil ein Aussteiger plaudert. Alles in allem sind Kampfroboter der nächsten Generationen wohl keine Science Fiction oder militärische Spinnerei mehr, sondern eine neue Wirklichkeit auf zukünftigen Schlachtfeldern.

Transformers by bye … die Zukunft gehört SentryBots die leider echte Kugeln abfeuern.

Wii Zapper kommt noch 2007

•Freitag, 10. August 2007 • Kommentar schreiben

Bereits letzten Monat wurde auf der E3 der Wii Zapper vorgestellt. Wer nun erwartet, dass Nintendo bzw. die Partnerfirma einen komplett neuen Lightgun Controller herausbringen will, wird enttäuscht. Wie auch schon bei der Sensor Bar täuscht Nintendo hier High-Tech vor, die gar nicht existiert. Für den angekündigten US-Preis von 20,00 Dollar erhält der Kunde ein, zugegebenermaßen formschönes, Plastikgestell, in das er eine Wii Remote und einen Wii Nunchuk einsetzen muss. Diese sind natürlich nicht im Preis inbegriffen. Das entstandene Konstrukt erinnert dann allerdings sehr stark an eine vollautomatische Pistole oder Maschinenpistole und muss mit zwei Händen bedient werden. Der Wii Zapper hat am vorderen Griff einen mechanischen Abzugshebel, der auf den Abzugsknopf der Wii Remote einwirkt, der üblicherweise auch schon direkt mit dem Zeigefinger bedient wird.

Insgesamt sieht der fertige Wii Zapper gut aus und ist ein nettes Spielzeug, das allerdings alles andere als eine technische Innovation darstellt. Der Preis für Europa/Deutschland bleibt abzuwarten, dürfte aber kaum unter 20-25 Euro liegen und vielen zurecht als überteuert für ein Stück Plastik erscheinen, dass man sich mit ein bischen Geschick beinahe selbst basteln kann.

Nintendo hat angekündigt, dass der Wii Zapper noch 2007 erscheinen wird und für Spiele wie Resident Evil: Umbrella Chronicles oder neue Teile der Medal of Honor Serie zum Einsatz kommen soll.

Ob sich der Wii Zapper gut kontrollieren lässt, bleibt noch abzuwarten. Unter Umständen erweist sich die Fixierung zwischen dem Controller, der die Charakterbewegung steuert und dem, der die Waffe ausrichtet und abfeuert, nicht als völlig unproblematisch für die Koordination des Spielers.

Fraglich ist auch, ob der Wii Zapper in Deutschland vertrieben werden kann, zum einen wegen seiner optischen Nähe zu Schusswaffen, zum anderen, weil die meisten Spiele, die sich damit spielen lassen, erwartungsgemäß indiziert werden dürften.

Enzyklopädie der Superhelden

•Donnerstag, 9. August 2007 • Kommentar schreiben

Eine gigantische Enzyklopädie der Superhelden und Superkräfte, die man selbst mit editieren kann. Neben unzähligen Details und Daten zu den Superhelden sowie Bildergallerien werden die Kräfte der Superhelden durch ein Abstimmungsverfahren („Battle“ = Kräftevergleich mit anderen Superhelden) in einem Power Ranking eingestuft.

Alle Verlage, Comicserien und Superhelden sind vertreten.

http://www.comicvine.com/

Pleix films

•Donnerstag, 9. August 2007 • Kommentar schreiben

Interessante Animationsfilme wie z.B. Cish Cash (tanzende Panzer) hier.

Klassische Literatur online lesen

•Donnerstag, 9. August 2007 • Kommentar schreiben

Auch wenn es sicher nicht die bequemste und typische Art und Weise ist Literatur zu genießen, so bietet Read Print doch einfachen Zugang zu einer ganzen Reihe klassischer Werke namhafter Dichter und Authoren. Von Chaucer und Shakespeare über Alexandre Dumas und Hermann Hesse bis zu Arthur Conan Doyle, Jane Austen und H.G. Wells sind hier viele berühmte Schriftsteller vertreten. Die Auswahl der Werke eines jeden Authors ist unterschiedlich, bei vielen sind jedoch gerade die bekannten Werke verfügbar. Natürlich stammen alle Texte aus englischen Ausgaben und leider fehlen weiterführende Informationen über die jeweilige Textfassung. Dafür gibt es einen ausgiebigen Übersichtstext zum Leben und Wirken eines jeden Authors.

http://www.readprint.com/